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	<title>Fromme Geschichten | Gaida Consult</title>
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	<description>Dr. Hans-Jürgen Gaida &#124; Consultant und Autor</description>
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	<title>Fromme Geschichten | Gaida Consult</title>
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		<title>Im Himmel ist Aufruhr angesagt</title>
		<link>https://www.gaidaconsult.de/im-himmel-ist-aufruhr-angesagt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gaida Consult]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 20:44:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fromme Geschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausgelöst hatte ihn die Gläubige Christa M. Sie war dazu übergegangen aus Kostengründen an Marienbildnissen, häufig als Himmelskönigin, bisweilen als Pietà, seltener als Anna Selbdritt, darstellend, in den diversen Kirchen, die sie als Begleitung ihres Ehemannes bei dessen langen Dienstreisen aufsuchte, nur noch eine Kerze zu stiften, daran aber wie bisher alle Fürbitten zu hängen: [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ausgelöst hatte ihn die Gläubige Christa M. Sie war dazu übergegangen aus Kostengründen an Marienbildnissen, häufig als Himmelskönigin, bisweilen als Pietà, seltener als Anna Selbdritt, darstellend, in den diversen Kirchen, die sie als Begleitung ihres Ehemannes bei dessen langen Dienstreisen aufsuchte, nur noch eine Kerze zu stiften, daran aber wie bisher alle Fürbitten zu hängen: für die Mutter und zwei Großmütter, für die beiden Kinder, Tochter und Sohn, deren eheliche Partner, also Schwiegersohn und Schwiegertochter, einbeziehend, die zwei Enkelkinder, auch die Schwiegermutter, dem Ehemann zuliebe, und bisweilen auch den Schwiegervater aus dem gleichen Grund, summa elf Personen, wovon fünf, die Altvorderen nämlich, bereits verschieden waren, um deren ewiges Seelenheil es daher ging, während um das irdische Seelenheil der vier Kinder, also die zwei Schwiegerkinder inklusive und zwei Kindeskinder zu sorgen war, wobei sie selbst, in der Erkenntnis, diese eine Fürbittkerze nicht zu überlasten, bescheiden zurücktrat und ihren Ehemann solidarisch gleich einschloss. Statt der bisher 4,50 Euro für neun nur noch 0,50 Euro für eine Kerze, eine Einsparung von 4,00 Euro pro Kirchenbesuch. Das hätte sich in der ehelichen Haushaltskasse bemerkbar gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Jedoch, die Bereitschaft „von oben“ ließ nur sechs Seelen für eine Kerze zu und zwang so die Fürbittende, ihre Anliegen auf eine zweite Kerze zu verteilen, also insgesamt 1 EUR in die bereitgestellte Kerzenkasse zu werfen. Obwohl damit die Möglichkeit zugestanden wurde, im Gegenzug doch noch sich selbst oder den Ehemann einzubeziehen, empfanden einige, insbesondere Neuankömmlinge im Glauben, denen sie darüber berichtete, das als seraphische Abzockerei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Aber Erzengel Gabriel, für Haushalt und Finanzen zuständig, blieb eisern. Auch der Himmel müsse sich in diesen Zeiten wirtschaftlich orientieren, das heißt, wo immer es ginge die Kosten senken und die Erlöse steigern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">   Der Zugang an neuen Seelen, also mehr Fürbittkerzen, sei infolge der wirren irdischen Verhältnisse immer spärlicher geworden, obwohl Petrus am Tor ganz offensichtlich mit der Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen aus falsch verstandener sozialer Fürsorge leichtfertiger geworden sei. Von ein paar Seligsprechungen abgesehen habe es seit Menschengedenken keine neuen Heiligen mehr gegeben, die alten seien auch in die Jahre gekommen und nicht mehr für alles einsetzbar. Und nach den Cherubinen und Seraphinen frage, von gelegentlichen Psalmodierstunden abgesehen, ohnehin niemand mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">   Völlig unrealistisch sei auch die Idee, vorübergehend Gastarbeiterseelen, wenn schon nicht aus der Hölle, so doch aus dem Fegefeuer zuzulassen. Zwar sollten sie auf Erden zusätzliche Fürbitten mit Kerzenspenden auslösen, aber die Gefahr, sie würden die Gelegenheit nutzen und Asylgesuche einreichen, die dann trotz rigider Prüfungsverfahren mit Hilfe von Schleppern und Rechtsanwälten, die es selbst geschickt bis in den Himmel geschafft hatten, erfolgreich durchgesetzt würden, sei zu groß, die Folgen eine zu große finanzielle Belastung für die Himmelheimischen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Also bliebe nur, von den Gläubigen, von denen, soweit überhaupt noch aktiv den sonntäglichen Kirchgang praktizierend, sich die Mehrheit ohnehin im Rentenalter befände und trotz zusätzlicher Einschränkung der Altersfreuden durch Krankenkassenbeiträge und Besteuerung der Alterseinkünfte über eine beachtliche Kaufkraft verfüge, mehr Bares zu verlangen. Und was heiße hier schon Generationenvertrag? Immerhin sei die Einbeziehung der eigenen oder verehelichten Person in die zweite Kerze fast schon als Schnäppchen einzustufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erzengel Gabriel war die Sorge um einen ausgeglichenen Haushaltsplanentwurf für das kommende Himmelsjahr deutlich anzumerken.                                                                                                                            (G/se 050905)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bethlehem 2.0</title>
		<link>https://www.gaidaconsult.de/bethlehem-2-0/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gaida Consult]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 18:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fromme Geschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Im gottgesegneten Städtchen Koblenz an Rhein &#38; Mosel fand sich in der Vorweihnachtszeit 2022 eine wichtige Persönlichkeit, von Beruf Professor und bibelkundig, ein und freute sich, wie er den verwirrten Zuhörern ankündigte, „den Weihnachtsglauben ein wenig zu zerstören.“ Was von dem, was seit Generationen geglaubt wird, ist tatsächlich passiert? „Das Wann, Wie, Wo und mit [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im gottgesegneten Städtchen Koblenz an Rhein &amp; Mosel fand sich in der Vorweihnachtszeit 2022 eine wichtige Persönlichkeit, von Beruf Professor und bibelkundig, ein und freute sich, wie er den verwirrten Zuhörern ankündigte, „den Weihnachtsglauben ein wenig zu zerstören.“ Was von dem, was seit Generationen geglaubt wird, ist tatsächlich passiert? „Das Wann, Wie, Wo und mit Wem“ könne von der aktuellen Forschung weder dokumentarisch noch archäologisch „als Wahrheit belegt werden.“<br>Das Lokalblatt (Nr. 292, S.18) brachte tags darauf darüber einen Bericht, dessen Lektüre manchen religiös befindlichen Leser empört, entsetzt oder gar fassungslos zurückließ.<br>Nun kann man heutzutage wirklich nicht mehr eine Story von Stall, Ochs und Esel, den mancher noch nie im Straßenbild, außer vielleicht bei seinem Mallorca-Urlaub, gesehen hat, verkaufen. Internet-affine Hipster und sich in sozialen Netzwerken tummelnde Nerds ticken anders.<br>Deshalb muss manches im Mythos entkleidet und vom adäquatem POV aus vorzugsweise im Cyberspace mit Virtual und Augmented Reality auf Laptops, Tablets und Smartphones mainstreamkonform positioniert werden.<br><br>Demnach hätte die Weihnachtsgeschichte, über die es lediglich nicht belegte Schilderungen von zwei Evangelisten gibt, die selbst gar nicht als Augenzeugen dabei gewesen sind, sich auch so zutragen können (zum Vergleich mit literarischen Original-Quellen: Google bietet unter „Bibel lesen“ über 8 Millionen Hits an):<br> Der Engel Gabriel, der als General-Manager zur Vorbereitung extra vom Himmel persönlich geschickt worden war, hatte nicht nur Maria und Joseph über die kommenden Vorgänge zu informieren. Er musste auch dafür Sorge tragen, dass alles professionell vonstattenging, schließlich handelte es sich doch um die Geburt des Sohnes Gottes.<br> Zwar hatten die himmlischen Heerscharen sich schon in einigen Groß-Events bewährt, etwa beim Zug der Israeliten durch das Rote Meer oder den konspirativen Meetings während der Babylonischen Gefangenschaft. Aber jetzt sollte es ein mehr intimes Ereignis, allerdings mit großer Öffentlichkeitswirkung sein.<br> Dafür bot sich der Einsatz einer erfahrenen irdischen Event-Agentur an, die aus Gründen des Wettbewerbs unter geeigneten Bewerbern ausgewählt wurde. An dem Pitch beteiligten sich Agenturen aus Athen, Korinth, Ephesus und Damaskus (deren CEO sollte später nach einem spektakulären Namenswechsel und der daraus folgenden intrinsischen Motivation als Chefideologe der neuen Bewegung eine elementare Bedeutung erlangen).<br> Agenturen aus Jerusalem nahmen nicht teil. Sie behielten sich vor, beim dramatischen Finale in einigen Jahren mit Flash-Mob-Aktionen effektvolle Massenszenen wie Palmwedelwerfen am gleichnamigen Sonntag und „Kreuzige ihn!“ skandierende Protestchöre am darauffolgenden Freitag, filmreif zu organisieren.<br> Den Zuschlag erhielt die römische Full-Service-Agentur Only4STARS (sic!), deren teambasiertes Realisierungskonzept mit immersiven Akzenten und emotionalen WOW-Effekten (ohne plumpe Bespaßung der Teilnehmer) voll überzeugte. Das Projektmanagement punktete vor allem mit innovativen Ideen für ein total nachhaltiges, zirkuläres Hybrid-Event, dessen ingeniöses Branding und die dadurch aufgewertete Identity einen echten säkularen Mehrwert für den überirdischen Auftraggeber versprachen.<br> Als ein Key Player, der auf ein sattes Portfolio mit zahlreichen Awards und Zertifikaten verweisen konnte, verfügte Only4STARS in Rom über ausgezeichnete Kontakte zur Politik und zu den Medien, beziehungsweise privaten Meinungsbildnern wie Dichtern und Philosophen. Ausschlaggebend war nicht zuletzt, dass sie anbot, neben einem permanenten Controlling und der Post-Evaluierung des Events ergänzend perspektivisch progressive Marketing- und PR-Aktivitäten mit Heidenbekehrungen, Märtyrern, Heiligen, etc. für die Etablierung einer globalen Glaubens-Community als follow up einzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Für die Jungfrau Maria, die ja wusste, was ihr als werdende Mutter in Aussicht stand, denn der Engel des Herrn hatte es ihr angekündigt, wurde als männlicher Lebensabschnittsbegleiter nicht ein unbedeutender Zimmermann ausgesucht, der einfache Balken für die armen Leute sägte und zusammenhämmerte. Die Wahl, und damit der Aufstieg in bessere Kreise, fiel auf Joseph. Er war ein erfolgreicher mittelständischer Unternehmer, der edle Materialien, etwa Zedernholz aus dem Libanon und Nussbaum aus dem Kaukasus, bezog, und damit die Villen der Schickeria in Nazareth und Umgebung ausstattete. Sein Ziehsohn, der bis zum 33. Lebensjahr im Unternehmen beschäftigt war und bei den Kunden herumkam, hat auf diese Weise sicher seine generellen Urteile über Arme und Reiche (das mit dem Kamel und dem Nadelöhr zum Beispiel) bestätigt gefunden.<br> Die Event-Destination, Bethlehem in der Provinz Judäa, war schon alttestamentarisch vorherbestimmt, ein Ort, von dem bisher nur bekannt war, dass der König David dort das Licht der Welt erblickt haben soll. Das benachbarte unvergleichlich repräsentativere Jerusalem wäre zu riskant gewesen, konnten doch Demos von gewaltbereiten Atheisten und antireligiösen Aktivistengruppen nicht ausgeschlossen werden. Es war zu erwarten, dass sie von zwar medienwirksamen aber für das friedvolle Ereignis unangemessenen Polizeieinsätzen auf Geheiß des korrupten Königs Herodes brutal niedergeschlagen würden. Das spätere grässliche Blutbad, das er unter Bethlehems Neugeborenen aus schierer Machterhaltung anrichten ließ, zeigte dann auch sein wahres skrupellos menschenverachtendes Gesicht.<br> Als Event-Location wählte die Agentur das 4 Sterne plus Hotel and Resort Bethlehem Palace. Allerdings waren sämtliche Suiten bereits vorreserviert, wie es hieß für drei ausländische Delegationen, die dann tatsächlich eintrafen. Zur Verfügung stand jedoch noch eine Dependance des Hotels, ein repräsentativer Bungalow im schattigen Hotelpark mit Designer-Möbeln, Klimaanlage, eigener Sauna, kostenfreiem WLAN, Minibar und bei Vollpensionsbuchung persönlichem Room-Service. Damit wurde jedes spießige Milieu vermieden.<br> Für die Anreise des Paares wegen der amtlicherseits angeordneten Registrierung – Joseph stammte weitläufig aus dem Hause Davids, sozusagen Halbadel, immerhin – lehnte Only4STARS ein ortsübliches Sammel-Taxi ab und orderte stattdessen eine luxuriöse Limousine eines bekannten Herstellers mit dem sternartigen Marken-Emblem, sowie einen routinierten Chauffeur.<br>Als es dann soweit war, assistierten zwei erfahrene Hebammen unter Aufsicht eines bekannten Gynäkologen aus Jerusalem, Präsident der Gynäkologischen Gesellschaft von Judäa. Er hatte vor, beim nächsten internationalen Kongress seiner Gesellschaft in einem Impulsvortrag darüber zu berichten. Aber daraus wurde aus unbekannten Gründen nichts. Anhand der publizierten Kongressprotokolle hätte es wenigstens einen historisch belastbaren Beleg für die Vorgänge gegeben.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Jesuskind, Gottes Sohn, war auf dieser Welt, unter den Menschen, angekommen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Telekommunikativ war alles bestens vorbereitet. Unter der eigenen Domain, Geburt@Bethlehem, erfolgte ein kontinuierliches Updating der Ereignisse; außerdem wurde eine Jesuskind-App zum Download im App-Store angeboten. Diskret wurde auch ein Live-Ticker eingerichtet, damit überirdisch alle Abläufe in Echtzeit verfolgt werden konnten.<br> Die klassischen Medien, Zeitungen und staatliche und private Rundfunk- und TV-Stationen blieben ausgeschlossen (die Yellow Press hatte sich ohnehin schon in ihren Klatschspalten sensationshungrig über das ungewöhnliche Paar aus Nazareth verbreitet). Stattdessen wurden lokale Blogger, Influencer und Youtuber zur Präsentation eingeladen, um ein breites Echo in den sozialen Netzwerken zu erreichen. Alle waren von dem Gesehenen begeistert, kurz, ein Hype! Zahllose #Tweets wurden abgesetzt, Videos und Podcasts ins Netz gestellt und Unmengen Selfies mit Mutter, Vater und Kind hochgeladen.<br> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Streitfrage, ob es sich bei den drei ausländischen Delegationen nur um grauhaarige Weise oder doch um richtige Könige handelte, ließ man offen und entschied sich für „weise Könige“, also relativ unproblematische Herrscher, um dem Verdacht kooperativer Kontakte zu autokratischen Regimen mit ihren häufigen Menschrechtsverletzungen und Einschränkungen der Meinungsfreiheit aus dem Weg zu gehen.<br> Für ihre online Routenplanung erhielt jeder von ihnen exakte GPS-Koordinaten und eine detaillierte Timeline. Als sie bis Jerusalem gekommen waren, traf sie unvorbereitet ein Netzausfall; orientierungslos kamen sie nicht weiter. Also fragten sie beim royalen Information-Point nach, wo sich denn ein neugeborener König befände. Niemand wusste davon. Selbst dem geheimen Abschirmdienst der römischen Besatzungsmacht war nichts dergleichen bekannt. Herodes, selbst, bis auf seine Stieftochter Salome, kinderlos, aber wurde bleich und sann auf Böses.<br> Vor ihrer Abreise hatten die drei ihre Hotelunterkunft im preisgünstigeren Bethlehem gebucht. Und da GPS inzwischen wieder problemlos funktionierte, zogen sie weiter. Zu ihrer Überraschung war es dasselbe Hotel, in dessen Bungalow sie das Ziel ihrer Reise fanden. Die Freude war groß. Eilig packten sie ihre Geschenke aus. Caspar hatte angesichts der häufig heftigen Kursschwankungen statt Gold eine beachtliche Summe Bitcoins und andere Kryptowährungen gewählt. Melchior brachte statt Weihrauch Body Lotion (im Doppelpack) und ausgesuchte Duftnoten von Kult-Parfum- und Eau de Toilette-Marken. Schließlich empfahl Balthasar als in Medizinsachen Kundiger statt Myrrhe nebenwirkungsredundante Antibiotika und immunisierende Antivirusimpfampullen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse gerieten jedoch unvermutet in einen Krisenmodus. Dem Leiter des himmlischen Security Teams und Chef der Body-Gard Engel war die Info durchgestochen worden, dass in Jerusalem von den Schergen des Herodes eine lebensgefährliche Bedrohung geplant wurde, der nur durch eine Flucht zu entgehen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unverzüglich wurde die Verlängerungswoche im Hotel für die junge Familie gecancelt. Ein geländegängiges Wohnmobil mit ausreichend Proviant konnte beschafft werden; schließlich musste die Halbinsel Sinai (das Navi war auf „Pyramiden/Nil“ voreingestellt) mit der Wüste und einer unzureichenden touristischen Infrastruktur durchquert werden. So lernte der Sohn Gottes am eigenen Leibe kennen, was Flucht und Vertreibung und daraus folgender Migrationshintergrund in der neuen Heimat bedeuten.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Only4STARS sah damit ihren Auftrag als beendet an. Die Fakten waren offengelegt, es wurde nichts vertuscht. Das genehmigte Budget konnte bis auf einen kleinen Überziehungskredit eingehalten werden. Wegen der Kurzfristigkeit hatten keine Sponsoren gewonnen oder wenigstens ein Crowdfunding-Projekt gestartet werden können. Inwieweit die nicht unerhebliche Honorarforderung für die präzise Planung und friktionsfreie Durchführung des außergewöhnlichen Events beglichen wurde, ist nicht bekannt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Wie jetzt? Engel? Stall? Ochs und Esel? – Ja oder nein? – Wer’s glaubt wird selig, sagt der Volksmund; vielleicht hat er sogar recht. (G/se 060123)</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.gaidaconsult.de/wp-content/uploads/2023/01/SAM_4376-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-638" srcset="https://www.gaidaconsult.de/wp-content/uploads/2023/01/SAM_4376-1-980x735.jpg 980w, https://www.gaidaconsult.de/wp-content/uploads/2023/01/SAM_4376-1-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Hölle als Klimakiller</title>
		<link>https://www.gaidaconsult.de/die-hoelle-als-klimakiller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gaida Consult]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 18:02:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fromme Geschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Vatikan lässt Glaubenslehre überprüfen Im Hinblick auf die weltweiten Aktivitäten zur Abwendung einer Klimakatastrophe hat sich auch der Vatikan einer besonderen Beachtung der Ursachen und Folgen nicht verschließen können. Seine Heiligkeit selbst hatte eine Audienz der engagierten Greta T., nach Königin Christina die zweite populäre Schwedin in Rom, eingeräumt.Der Kardinalpräfekt der Congregatio pro doctrina fidei, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vatikan lässt Glaubenslehre überprüfen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hinblick auf die weltweiten Aktivitäten zur Abwendung einer Klimakatastrophe hat sich auch der Vatikan einer besonderen Beachtung der Ursachen und Folgen nicht verschließen können. Seine Heiligkeit selbst hatte eine Audienz der engagierten Greta T., nach Königin Christina die zweite populäre Schwedin in Rom, eingeräumt.<br>Der Kardinalpräfekt der Congregatio pro doctrina fidei, auch als Glaubenskongregation bekannt, Tomasini* entschloss sich daher, eine Kommission einzuberufen, die alle Fragen, Vorbehalte und Einwände, die sich im Zusammenhang mit dem Klimawandel auch auf die Kirche beziehen können, überprüft. Damit sollte auch dem Vorwurf des nachlassenden Reformwillens im Vatikan nachdrücklich entgegengetreten werden.<br>   Außerdem würde man möglichen Aktionen von Klimaaktivisten und -innen zuvorkommen. Kardinalstaatssekretär Ambrogio* lagen bereits vertrauliche Informationen vor, dass geplant sei, während der nächsten öffentlichen Papstaudienz mit dem Segen Urbi et Orbi die Kuppel des Petersdomes von außen zu besteigen und Banner zu entrollen, auf denen eine emissionsfreie Liturgie durch Abschaffung von brennenden Wachskerzen auf Altären und dem Schwenken von Weihrauchfässern gefordert wird. So sollte die Aufmerksamkeit der zu Tausenden auf dem Petersplatz harrenden Gläubigen, und dank der zu erwartenden großen medialen Begleitung sogar der Weltöffentlichkeit, auf die unverantwortlichen Versäumnisse der Amtskirche gelenkt werden.<br>   Binnen kürzester Zeit trat die Kommission aus zwölf – die Analogie zu den Zwölf Aposteln war rein zufällig – Bischöfen, Erzbischöfen und Kardinälen im Palazzo del Sant’Uffizio, dem Sitz der Kongregation, zusammen. Überlegungen, auch eine Frau zu benennen, wurden im Interesse einer einheitlichen Meinungsbildung fallen gelassen. Vermutlich hätte man sogar mit diesem Zugeständnis die Bewegungen, die gegen die männlichen Machtstrukturen des Klerus Sturm laufen, nicht beschwichtigen können. Der Einwurf des deutschen Bischofs Schneider zur Mühlen*<em>, </em>dass, wenn es auch um das Höllenfeuer gehe, mit des Teufels Großmutter das weibliche Element im Thema hinreichend vertreten wäre, fand allgemeine Missbilligung, da er, selbst als antifeministischer Joke, wie Kardinal Cox* beschwichtigend zugestand, absolut deplatziert war.<br><br>Die Kommission war sich rasch einig, die vordergründigen Anschuldigungen der Klimaaktivisten und –innen durch die zukünftige Verwendung elektrischer Kerzen und elektrisch erzeugter Rauchschwaden in den Weihrauchgefäßen, wie bereits bei E-Zigaretten seit längerem bewährt, entkräften zu können. Abgesehen von den Erstinvestitionen für die Umstellung auf erneuerbare Energien, würden sich diese Lösungen für die Kirchen als nicht zusätzlich belastbar erweisen, aber Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.<br>   Heftige, zeitweilig stark emotionalisierte Diskussionen, gab es in der Kommission allerdings zwischen dem traditionalistischen und dem reformistischen Flügel. Es ging um einen essentiellen, wenn nicht gar existentiellen Bestandteil der Glaubenslehre – die Existenz der Hölle und das mit ihr sinnbildlich und faktisch verbundene höllische Feuer.<br>   Unstrittig war, dass dieses Feuer auf Grund der angenommenen Lage der Hölle im Erdinneren aus fossilen Brennstoffen gespeist wird, ob Kohle oder Gas könne dahingestellt bleiben, man es aber deshalb unzweifelhaft mit einer katastrophalen CO2- Bilanz zu tun hat; angesichts des mutmaßlichen Ausmaßes der Hölle, ihr Feuer geradezu als Klimakiller No. 1 weltweit gelten muss.<br>   Nachdem sich die mentale Erschütterung über diese Erkenntnis etwas abgeschwächt hatte, schlug Kardinalpräfekt Tomasini* vor, die systemischen Zusammenhänge schrittweise zu analysieren und daraufhin die Erörterungen von Grund auf rückhaltlos aber ergebnisoffen zu führen. Die über eine Milliarde Christen und -innen auf dem Erdkreis, für die die Existenz der Hölle sicher ist, können erwarten, dass die richtigen und klugen Antworten auf alle Fragen gefunden werden.<br>   Der scheinbar rasch zum Ergebnis führende Ausweg, die Hölle zu leugnen und als Irrtum darzustellen, schließlich habe sich die Kirche nicht nur bei Galilei geirrt und ihren Irrtum später auch eingestanden, wurde als nicht hilfreich von vornherein ausgeschlossen. Unabweisbare Hinweise im Neuen Testament ließen das auch nicht zu. Außerdem würden dadurch zweitausend Jahre abendländischer Kultur und Tradition in Frage gestellt. Zumal eine andere große Weltreligion in ihrem heiligen Buch mehrfach Bezug auf die Hölle als existent nimmt.<br>   Der Antrag aus dem traditionalistischen Kommissionsflügel, als ersten Schritt Literatur mit besonders drastischen Schilderungen der Hölle, allen voran Dantes Divina Commedia, auf den Index der verbotenen Bücher zu setzen, wurde als nicht mehr zeitgemäß abgelehnt. Jedoch könnten einige der Werke in der vatikanischen Bibliothek unter Verschluss gehalten werden. Eine Mehrheit fand sich hingegen für den Vorschlag, im Vatikan-Museum einschlägige Malereien abzuhängen und gegebenenfalls durch Heiligenbildnisse aus dem Depot zu ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Als die lebhafte Diskussion etwas abflaute, ermahnte Kardinalpräfekt Tomasini*, zum Generalthema der Kommission zurückzufinden. Es ginge im Prinzip darum, ein neues Bild der Hölle mit höchster ökologischer Treffsicherheit zu entwerfen, ihre Bedeutung und schließlich ihren eschatologischen Stellenwert neu zu interpretieren.<br>   Erzbischof Vujic*, als profunder Bibelexeget anerkannt, wies aufklärend auf die Kontextualität der Bezeichnungen „ewiges Feuer (Mt 5,22-30) und „nie erlöschendes Feuer“ (Mk 9,43-45) hin. Sie stünden im Zusammenhang mit menschlichen Verfehlungen – Sünden – als Gegenpol zum ewigen – himmlischen – Leben. Zwar habe die Einschätzung der Sündhaftigkeit sich gewandelt und der Schrecken der Höllenstrafe werde heute im pastoralen Diskurs neu bewertet, gleichwohl müsse die Hölle als Mahnung und Warnung im Glauben verankert bleiben.<br>   Überlegungen, als erste Maßnahme zur Reduzierung der Höllenfeuer-CO2-Emissionen Strukturen des weltlichen Zertifikathandels zu implantieren, führten letztlich nicht weiter. Da Menschen durch ihre schuldhafte Anwesenheit in der Hölle das Feuer und damit die Emissionen erzeugten, hätten sie die Konsequenzen zu tragen. Die Ausgabe von PHCT-Verschmutzungszertifikaten würde sich ohnehin angesichts der steigenden Zahl von Sündern als zu aufwendig und kostenintensiv gestalten. Stimmen aus dem traditionalistischen Lager, mit einer verstärkten missionarischen Erneuerung mehr Menschen auf den rechten Pfad des Glaubens zu führen und dadurch den Zulauf zur Hölle zu reduzieren, also bei weniger erforderlichem Feuer auch die Emissionen zu senken, wurden vehement zurückgewiesen. Katechetische Grundsätze dürften nicht auf diese Weise instrumentalisiert werden.<br>   An dieser Stelle entschied die Kommission, das vor allem im deutschen Sprachgebrauch vorherrschende Fegefeuer konsequent auf seinen Ursprung als Purgatorium, also der Reinigungsanlage als zeitliche Sündenstrafe, zurückzuführen. Dazu wurde einstimmig beschlossen, die Anwendung chemischer Reinigungsmittel strikt zu untersagen; ausschließlich biologisch an- und abbaubare Stoffe dürfen zum Einsatz kommen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder des reformistischen Flügels verlangten nunmehr die Prüfung ersatzgeeigneter Energieträger unter Berücksichtigung auch nach außen überzeugender Nachhaltigkeitskriterien zum weiteren religiös wie klimapolitisch gleichermaßen akzeptierten Unterhalt des Höllenfeuers. Der sofortige Einwand von Bischof Podolski<em>, </em>eine überstürzte Dekarbonisierung würde bei den Gläubigen der polnischen Steinkohle-Diözesen auf wenig Verständnis stoßen, fand kein Echo in der Kommission. Bedauerlicherweise entfalle der Einsatz von Wind- und Solarenergie wegen der fehlenden Stromtrassen zur Hölle. Vielmehr lenkte man das Augenmerk auf den in der öffentlichen Diskussion stehenden Wasserstoff und die Entwicklung neuer emissionsfreier synthetischer Energiestoffe, sofern sie eine ausreichende strafbewehrte Hitze böten. Einstimmig wurde der Vorschlag angenommen hierzu ein Gutachten in Auftrag zu geben. Bischof Schneider zur Mühlen* wies auf den bei Ingenieurfirmen in Deutschland vorhandenen Sach- und Erfahrungsstand hin und bot an, Verbindung zur deutschen Bischofskonferenz aufzunehmen, mit deren lebhafter Unterstützung und möglichweise Kofinanzierung des nicht unbeträchtlichen Gutachterhonorars gerechnet werden könne.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Da es keine weiteren Wortmeldungen gab, kündigte Kardinalpräfekt Tomasini* an, er werde einen Bericht als erstes Zwischenergebnis über Vatikanradio und den Osservatore verbreiten lassen, um der Weltöffentlichkeit zu zeigen, dass die Kirche auch den Klimawandel ernst nehme und auf dem richtigen Weg sei, indem sie das Höllenfeuer als Klimakiller auf regenerative Energieerzeugung umzustellen bereit ist und somit ihre Hand weiterhin schützend über die Gläubigen hält.    * Namen aus Datenschutzgründen geändert                                                                        (G/se 220420)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Welten Ende?</title>
		<link>https://www.gaidaconsult.de/der-welten-ende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gaida Consult]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 17:29:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fromme Geschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Gottvater ist beunruhigt. Seine Planung kommt durcheinander. So hat ER sich das nicht vorgestellt. Eigentlich wollte ER den schönsten Planeten in seinem Weltreich, das ER in sieben Tagen erschaffen hatte und auf das ER so stolz ist, noch länger erhalten. Aber jetzt ist die Menschheit drauf und dran, das Ende des Daseins völlig überstürzt herbeizuführen.Natürlich, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Gottvater ist beunruhigt. Seine Planung kommt durcheinander. So hat ER sich das nicht vorgestellt. Eigentlich wollte ER den schönsten Planeten in seinem Weltreich, das ER in sieben Tagen erschaffen hatte und auf das ER so stolz ist, noch länger erhalten. Aber jetzt ist die Menschheit drauf und dran, das Ende des Daseins völlig überstürzt herbeizuführen.<br>Natürlich, es gab schon immer Probleme mit den Menschen, die ER nach seinem Ebenbild geschaffen hatte. Aber eben nur nach dem Bild, dem Äußeren. Das Innere, das sie sich hätten selbst entwickeln können, ließ doch sehr zu wünschen übrig. Es fing schon damit an, dass sie meinten, sie brauchten nur einen Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen, und sogleich wären sie allwissend wie ER. Da musste ER ihnen doch schnell das Handwerk legen. Aus war es mit dem Paradies. Und es hätte so schön sein können.<br>   Doch sein Widersacher ließ nicht locker. Er fand andere Wege und Mittel, den Menschen einzuflüstern, sie könnten sich ihre eigenen kleinen Paradiese selber schaffen. Und was wurde daraus? Gemetzel, Gewalt, Leid und Not. Wenn man mal von den auch wunderbaren Seiten wie Musik, Poesie und Liebe absieht.<br>   Aber jetzt sind sie völlig toll geworden. Sie greifen massiv, schlimmer als je zuvor, in die Gesetzmäßigkeiten seiner Natur ein, indem sie in ungeheurem Ausmaß fossile Schadstoffe in der Atmosphäre verbreiten. Im Wissen um die empfindlich gestörte Gleichgewichtsklimasensitivität lösen sie trotzdem nicht mehr nur fahrlässig, sondern vorsätzlich einen Wandel des lebenserhaltenden Klimas, dessen Nutznießer sie sind, aus, der nicht wieder rückgängig zu machen ist.<br>   Zwar ist im Himmelreich bekannt, dass es auf der Erdkugel im Kampf zur Verhinderung dieses Wandels verantwortungsbewusst engagierte Personen gibt, die von ihrer Community respektvoll Aktivisten genannt werden. Klimapakete werden geschnürt und bereits zahlreiche Kommunen auf der Suche nach Inspirationen für klimaneutrale Aktionen erklären sich in einem Klimanotstand befindlich. Auch wird schon in missionarischem Eifer die Geißel geschwungen, der SUVs, Silvesterfeuerwerke und Ferienflüge völlig zu entsagen und stärkere politische Steuerungsmechanismen einzuführen, die insbesondere für die Unbelehrbaren auch finanziell spürbar sind. Der kapitalistischen Konkurrenzlogistik als Auslöser des verhängnisvollen Desasters müsse durch eine nachhaltige Klimamobilisierung ein Riegel vorgeschoben werden, wird von vielen Klimawandelapologeten gefordert, um dem durch global stetig steigende Temperaturen verheerenden Treibhauseffekt Einhalt zu gebieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bestürzende Prognosen</strong><br>   Aber die breite Masse lässt die drohende Erderwärmung kalt. Da richten auch die vielen alarmierenden Gutachten, visionären Modellrechnungen und bestürzenden Prognosen renommierter Wissenschaftler und Forscher wenig aus. Und sogar die geharnischten Appelle populärer Politiker und die solennen Ermahnungen kirchlicher Würdenträger, auf der Stelle alles Notwendige zu tun, um zum Schutz der Natur dem Wandel ohne Wenn und Aber abzuhelfen, finden kaum Gehör.<br>   Obwohl, und das ist auch von oben deutlich zu erkennen, die beängstigende Entwicklung sich dramatisch beschleunigt hat, von der lässlichen Klimasünde zur ernsten Klimaschädigung, vom Klimanotstand zur Klimakrise, von der Klimakatastrophe zum Klimakollaps, und jetzt ist sogar von einem drohenden Klimakrieg die Rede &#8211; was kann da noch Schlimmeres kommen?<br>   Die referentiellen ehrgeizigen Zeitdimensionen wurden zwar von 2030 auf 2050 prolongiert, doch schon dräut 2100 mit furchtbaren Eskalationen. Und gar bis 2300, exakt auf das Jahrhundert fixiert, da gibt es kein Vertun, hält es ein hochrangig besetztes Gremium, einprägsam IPCC genannt, für möglich, dass infolge der wärmebedingten arktischen Eis- und alpinen Gletscherschmelzungen der Meeresspiegel von den bis zum Jahr 2100 erreichten 84 Zentimetern plus in weiteren 200 Jahren auf unglaubliche 5,40 Meter steigt.<br>   Als eine der beklagenswerten Folgen würden dann nicht nur die beliebte Lagunenstadt im Mittelmeer, wegen der dort üblichen Leichtfertigkeit sowieso, sondern sogar die deich- und poldergeschützten niederen Lande an der Westküste des zentralen Kontinents völlig unter Wasser stehen. Das besorgniserregende Bild sprengt die Vorstellungskraft selbst Leichtgläubiger: eine unendliche Wasserfläche über dem lieblichen Windmühlen- und Tulpenland, aus der nur noch Myriaden von 5G-Sendemasten und einige Turmspitzen entleerter Gebetshäuser antiquierter Religionsgemeinschaften herausragen. Nicht auszudenken!<br>   Weitere futurologische Schreckensszenarien liegen erst in Rohfassungen vor, jedoch ist nicht auszuschließen, wenngleich bisher niemand die verzweifelte Initiative ergriffen hat, den Schleier über dem Menetekel des absolut Endgültigen zu heben, dass es nach ihrer mit akademischer Gewissheit bestätigten Relevanz nicht mehr lange dauert, bis der finale Kataklysmus eintritt. Das Aus für die Menschheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">   Diese am Weltalter gemessen doch kurzfristigen apokalyptischen Perspektiven passen nun überhaupt nicht zu SEINEN göttlichen Ewigkeitsvorstellungen. Denn das Weltende sollte, so die langfristigen Planungen, als galaktischer Event mit einem gigantischen Jüngsten Gericht abgeschlossen werden, in dem das Urteil über Lebende und Tote gesprochen wird und damit endlich die Gerechten von den Ungerechten dauerhaft geschieden werden, indem letztere der ewigen Verdammnis anheimfallen.<br>   Aber so weit sind die Vorbereitungen noch nicht gediehen. Zwar arbeiten himmlische Heerscharen fieberhaft mit kreativer Hilfe innovationsfreudiger Cherubim und Seraphim mit ihrem ausgedehnten Netzwerk zur interstellaren Start-up-Szene und mit Einsatz von Artifiziellem Esprit (AE) am Aufbau neuer Datenbanken, in denen während des Gerichts sämtliche persönlichen Sündenregister, aber auch von den Gläubigen erworbene Selig-Bonuspunkte, etwa durch digitales Beten des Vaterunsers oder eine VR-Wallfahrt nach Fatima, in Echtzeit abgerufen werden können. Auch sollte bis dahin ein vollautomatisches Seelen-Screening am Himmelstor, mit dem die Identität und Zugangsberechtigung geprüft wird, funktionsfähig sein. Aber das braucht doch noch Zeit.<br>   Die Welt erschaffen nach eigenem Willen, das war professionell, aber für IHN keine große Kunst. Doch jetzt im Wettlauf mit dem Selbstzerstörungsdrang der Menschheit Prioritäten setzen, ist eine ganz andere Herausforderung. So schnell kann ER beim Weltuntergang nicht dabei sein. Noch einmal eine Sintflut wie bei Noah schicken, um den Untergangsprozess zu verzögern und Zeit zu gewinnen, lehnen Abraham, die Patriarchen und die Propheten, mit Ausnahme von Jeremias, der schon zu seiner Zeit die Verderben bringenden Drohungen und Mahnungen des Herrn dem auserwählten Volk mit Inbrunst verkündet hat, vehement ab. Die sich häufenden Starkregen und Tsunamis wären schon Warnung genug, argumentieren sie.<br><strong>Klimasünder und andere</strong><br>   Als latenter Unsicherheitsfaktor erweist sich allerdings, dass nicht nur bisherige und neuerliche Klimasünder, sondern auch Klimazweifler und Klimaverharmloser, vor allem aber Klimaverweigerer unter Berufung auf ihr Recht, erworbenen Wohlstand und Lebensqualität uneingeschränkt bewahren zu dürfen, noch immer bei weitem in der Überzahl sind. Sie werden als erratischer Block deshalb den Klimawandel nicht aufhalten, eher noch verschärfen. Denn sie erhalten zusätzlich mentale Absolution von den bösartigsten Klimaprofiteuren überhaupt, den schieren Wandelleugnern.<br>Für sie ist der Klimawandel eher ein Klimaschwindel. Sie scheuen sich daher nicht, hypertroph alle Warnungen in Frage zu stellen mit der Behauptung, diese beruhten lediglich auf Vermutungen und Berechnungen, die genauso gut falsch sein können, denn der Beweis für die faktische Richtigkeit würde erst in der fernen, von jenen selbst prognostizierten, Zukunft eintreten, die ohnehin keiner der Gegenwärtigen erleben werde, also niemand mehr Rechenschaft fordern könnte.<br>  Außerdem hätte die Erderwärmung auch ihre positiven Seiten, wäre es doch nunmehr beispielsweise möglich, auf den ausgedehnten zwischenzeitlich aufgetauten Permafrostböden Sibiriens nach Abzug der freigesetzten Methanablagerungen riesige ertragreiche Obst- und Gemüseplantagen zur sicheren Ernährung der immer noch wachsenden Weltbevölkerung anzulegen.<br><strong>Kein Gottvertrauen</strong> <strong>?</strong><br>   Die Menschheit per se ist unvernünftig. Gut, das weiß man im Himmel. Aber gibt es hier keine Einsicht, das Unabwendbare zu verhindern? Aus Saulus ist schließlich doch Paulus geworden. Könnte nicht einfach durch Vernunft eine totale Kehrtwende vor dem Abgrund veranlasst, und so die Erde noch gerettet werden? Erzengel, Engel und alle Heiligen unter der Himmelskuppel sind ratlos. Auch ER weiß nicht, welches klimapolitische Damaskuserlebnis er wem schicken soll.<br>   Sein Stellvertreter auf Erden ist leider keine große Stütze, denn der wird mit anderen Dingen in Atem gehalten. Reformen kommen nicht voran, oder kommen gar nicht, wird in aller Öffentlichkeit moniert. Das Stammpersonal verringert sich rapide. Außerdem werden allenthalben die klerikalen Machtstrukturen als unzeitgemäß und nicht genderkonform diskreditiert. Sogar böse Skandale erschüttern die heilige Mutter Kirche. Die traurige Konsequenz: die Gläubigen murren und allzu viele kehren ihrer bedrängten pastoralen Heimat den Rücken. Wo sind Treue im Glauben und Gottvertrauen geblieben?<br>   Ahimè! &#8211; Das ist der Wandel, der geboten ist. Denn fataler als die Folgen der Erderwärmung ist der Mangel an Gottvertrauen. ER hat der Menschheit nicht den Erlöser geschickt, um jetzt tatenlos zuzusehen, wie sie sich vorzeitig zu Grunde richtet. ER hat das Ἄλφα bestimmt und nur ER entscheidet das Ὠμέγα. Denn 2100, und selbst 2300, ist von IHM als Weltende nicht vorgesehen.                                                                                               (G/se 010120)</p>
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